RH #269Interview

PORCUPINE TREE

Was war, wird nie mehr sein

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Engländer PORCUPINE TREE präsentieren sich auch auf ihrem neuen Album „The Incident“ als die unangefochtenen Meister des modernen Artrock. Wir baten den wie immer enorm eloquenten und sich nahezu allen Klischees verweigernden Bandkopf Steven Wilson (v./g.) im Kölner Roadrunner-Büro zum erneuten Gespräch.

Steven, das Herzstück auf „The Incident“ heißt ´Time Flies´. Dass die Zeit verfliegt, ist keine neue, aber eine sehr wahre Feststellung. Du bist mittlerweile 41. Was ist das Gute am Älterwerden?

»Ich schaffe es heutzutage viel besser, mich zurückzulehnen und zu relaxen. Ich verspüre weniger Druck als in jungen Jahren. Mit 20 wollte ich unbedingt Spuren hinterlassen und für etwas stehen. Es ist dementsprechend kein Zufall, dass unser 1996er Album „Signify“ hieß. Die Platte handelte auch vom Druck, etwas Bedeutendes zu erschaffen. Meine neu erlernte Leichtigkeit hat zu einem Selbstbewusstsein in dem Sinne geführt, dass ich mir sicher bin, den richtigen Weg in meinem Leben zu gehen. Der Zwang, etwas erreichen zu müssen, Platten zu verkaufen, berühmt zu werden, die richtige Frau zu treffen, ist mehr oder weniger verschwunden. Was mir bei dieser Öffnung sehr geholfen hat, ist meine Liebe zu Israel, wo ich mittlerweile recht viel Zeit verbringe. Bevor ich das erste Mal dort war, konnte man mich durchaus als neurotisch, extrem schüchtern und seltsam bezeichnen.«

 

Dass dir gerade Israel in dieser Hinsicht geholfen hat, hat sicherlich...

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