RH #268Lauschangriff

SONATA ARCTICA

Wo ist der Chorus?

 

Man durfte gespannt sein, in welche Richtung sich SONATA ARCTICA entwickeln würden. Das letzte Album „Unia“ war sowohl rockiger als auch epischer angelegt. Wir folgten der Einladung der Band nach Helsinki, um in den Seawolf-Studios der neuen CD „The Days Of Grays“ zu lauschen.

 

 

Weil die Seawolf-Studios auf der Insel Suomenlinna liegen, begibt sich die Reisegruppe bei sommerlichen Temperaturen erst mal auf die Fähre. Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir die Insel, auf der sich eine alte Festung befindet, die zum Teil noch heute militärisch genutzt wird. In einem Teil der alten Gemäuer befinden sich die Seawolf-Studios.

Der erste Höreindruck zeigt, dass SONATA ARCTICA auf „The Days Of Grays“ den orchestralen Ansatz ausgebaut haben und sich für ihre Verhältnisse ziemlich komplex und teilweise sperrig präsentieren.

»Ich denke, den größten Unterschied im Vergleich zu „Unia“ machen die orchestralen Arrangements aus«, stimmt Bassist Marko Paasikoski zu, der mir zusammen mit Gitarrist Elias Viljanen beim Interview gegenübersitzt. »Aber es gibt auch progressive Strukturen wie auf „Unia“, die wir allerdings mit eingängigen Parts im Stile der alten SONATA ARCTICA aufpeppen.«

Bei „Unia“ stritt Hauptsongwriter Tony Kakko die Einflussnahme von Nightwish bezüglich der orchestralen Parts noch ab. Wie verhält es sich diesmal?

Elias: »Es gibt einige Passagen, die an Nightwish erinnern mögen, aber ich denke nicht, dass er beim Songwriting von ihnen beeinflusst wurde.«

Marko: »Ich...

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