RH #268Interview

Der im Rock Hard ausführlich dokumentierte Clinch zwischen GORGOROTH-Gründer Infernus und seinen Widersachern Gaahl und King hat neben einem gewissen Unterhaltungswert noch einen weiteren Effekt: Die nach dem Sieg des Rechtsstreits von Infernus und einer generalüberholten Mannschaft eingehämmerte neue CD „Quantos Possunt Ad Satanitatem Trahunt“ gehört zu den meisterwarteten Black-Metal-Bolzen des Jahres.

Während um die Ecke ein vierstelliges Antifa-Aufgebot ein paar Hundertschaften Bullen ärgert, sitzen in Berlins gemütlichem Kult-Metal-Schuppen „Brutz & Brakel“ Roger „Infernus“ Tiegs (g.) und Tomas Asklund (dr., Dawn/ex-Dissection), um das im Oktober erscheinende „Quantos Possunt Ad Satanitatem Trahunt“ erstmals der Presse zu präsentieren. So mancher hat nach dem langwierigen Disput um den Bandnamen einen hastigen Schnellschuss oder eine Rückkehr zu primitivem Old-School-Gerödel erwartet. Doch das neue GORGOROTH-Line-up, das neben Roger und Tomas aus den beiden Rückkehrern Pest (GORGOROTH-Sänger von 1995 bis 1997) und Tormentor (g., bereits von 1996 bis 2002 an Bord, allerdings auf „Quantos...“ noch nicht wieder zu hören) sowie Obituary-Basser Frank Watkins besteht, überrascht mit einem vielschichtigen Album. „Quantos...“ ist eine von der Band wuchtig produzierte, teilweise etwas sperrige und durchgehend übellaunige Walze, die Garstigkeit, Atmosphäre, majestätische Schwere und etwas Blast verbindet und dabei streckenweise an Kollegen wie Dawn oder aktuellere Immortal-Schoten erinnert. Pest keift wie ein Weltmeister, wechselt aber einmal sogar in Heldentenor-Klargesang, Infernus streut diverse Thrash-Exkurse ein, und das Drumming ist extrem druckvoll und meilenweit von diversen Black-Metal-Keksdosen entfernt....

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