RH #266Krach von der Basis

FUNEBRARUM

Typisch deutsch

Ein Schönheitsschlaf war „The Sleep Of Morbid Dreams“ nicht - oder das Experiment ist gründlich fehlgeschlagen. Wer aber ohne Nachtschichten im Archiv die Death-Metal-Frühgeschichte unterhaltsam neu erkunden möchte, greift beim zweiten Album der Amis nicht in die Sickergrube.

Acht Jahre Wartezeit seit dem Debüt „Beneath The Columns Of Abandoned Gods“ sind kein Pappenstiel, dafür wurden wenigstens keine Songs der „Dormant Hallucination“-Single oder des Split-Albums mit den Schweden Interment erneut verwurstet.

»Hey, ich habe einen Mitarbeiter eures Magazins vor ein paar Wochen bei einer Pentagram-Show in New York getroffen. Es war ein Glatzkopf mit Bart in einem The-Devil´s-Blood-Shirt«, liefert Basser Dave Wagner eine exakte Personenbeschreibung. Die Fahndung dürfte von schnellem Erfolg gekrönt sein. »Ich habe seinen Namen vergessen, aber wegen eurer verdeckten sexuellen Anspielungen im Hefttitel musste ich natürlich gleich an einen dieser verrückten, typisch deutschen Kotnascherfilme denken«, bedient Wagner ein unter internationalen Musikern nicht tot zu bekommendes Klischee über die BRD. »Ach übrigens: Danke für die Wahl von ´Perish Beneath´ für eure Mixtape-Rubrik. Kann ich bitte „Anal Blasters 23“ nehmen? Ach Scheiße, hab ganz vergessen, dass ihr doch ein Musikmagazin seid!«

Kann passieren. Wechseln wir also lieber das Thema: FUNEBRARUM werden für ihre morbide Vermählung von skandinavischem Death Metal mit frühen US-Klängen und dem antiken britischen Doomdeath geliebt.

...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.