RH #266Interview

WARBRINGER

Online-exklusiver Inhalt

Hier findet ihr weitere Interviewinhalte zu der WARBRINGER-Story in Heft 266.

Habt ihr bisher Reaktionen von Leuten bekommen, die eure ungestüme Aggression des Debüts auf dem neuen Album vermissen?

»Es ist noch zu früh, um so etwas zu behaupten, aber bisher sind die Reaktionen sehr gut. Ich finde nicht, dass wir an Aggressivität eingebüßt haben. Ich würde sagen, dass der hauptsächliche stilistische Wechsel darin besteht, dass auf dem neuen Album mehr rhythmische Parts zum Einsatz kommen, die nach altem Death Metal klingen.«

Das Album wurde von Gary Holt produziert. Welche Tricks konntet ihr von dem Thrash-Master lernen?

»Mit Gary zu arbeiten war großartig. Er hat uns am meisten mit den Gitarren geholfen. Ich glaube er hat mit Adam (Caroll, g. - rb) und John (Laux, g. - rb) einen ganzen Tag damit verbracht, um den richtigen Sound für das Album zu finden. Dabei haben sie jeden Amp und technische Spielereien von Gary ausprobiert. Am besten fand ich, sein Feedback zu unseren Songs zu bekommen. Wenn ich gerade mit ein paar Vocals fertig war und Gary „Hell Yeah!“ schrie, wusste ich, dass ich gut war.«

Inwieweit ist eure neue Rhythmusfraktion für den technischeren Stil verantwortlich?

»Das Schlagzeugspiel von Nic hilft enorm. Unser erster Drummer war an vielen Stellen nicht besonders tight, was man auch auf „War Without End“ hören kann. Wir haben immer gesagt haben, dass wir einen natürlichen Schlagzeugsound auf dem Album wollten, so dass man hören kann, wie der Drummer klingt, ohne dass ein Computer alles gefixt hat. Nic ist ein sehr tighter und talentierter Schlagzeuger, der der Band ein viel solideres Fundament beschert hat und das Songmaterial enorm aufpeppt. Ben Bennett ist als Bassspieler viel involvierter als Andy Laux es je war und fügt der Musik mehr ungewöhnliche Bass-Parts hinzu. Außerdem spielten wir mit den beiden bereits 300 Shows, was die Performance von jedem in der Band verbesserte.«

 Ich finde, dass sich mit 'Shadow From The Tomb' und 'Forgotten Dead' die stärksten Songs des Album im hinteren Drittel befinden. Hattet ihr keine Angst, dass einige Kids aufgrund der gesunkenen Aufmerksamkeitsspanne von den letzten Songs gar keine Notiz nehmen?

»Wir wollten die erste Hälfte des Albums ziemlich brutal gestalten. Die zweite Hälfte verzweigt sich hingegen musikalisch mehr, was mit 'Prey For Death' beginnt. Der Song ist mehr im Midtempo gehalten und hat einige rockige, melodische Elemente. Danach folgt das Instrumental 'Nightmare Anatomy', welches eine andere Seite der Musiker zeigt und dem Hörer eine kleine Verschnaufpause verschafft. Die letzten drei Songs sind insofern interessant, als dass sich jeweils ein anderes Bandmitglied als Hauptsongwriter dafür verantwortlich zeigt. 'Shadow >From The Tomb' war Ben’s Song, er übernimmt dort auch einige Vocals. Ich würde sagen, dass sich dort eine Mischung aus Grind- und einigen Black Metal-Einflüssen ins Thrash-Gerüst eingeschlichen haben, wobei die Thrash-Parts in dem Song meiner Meinung nach sogar etwas nach Crossover klingen. 'Senseless Life' ist John Laux' Song und ich mag besonders die lange Gitarrensektion am Ende. 'Forgotten Dead' ist der erste WARBRINGER-Song, den ich komplett im Alleingang komponiert habe. Da ich kein Instrument spiele, war das eine interessante Herausforderung für mich. Mit der Zeit werden die Leute das ganze Album hören und ihre Lieblingssongs finden, darüber mache ich mir keine Sorgen.«

 Ich kann mir denken, dass ihr schon viele Gelegenheiten hattet, um eure persönlichen Thrash-Idole zu treffen. Welcher Musiker hat euch besonders beeindruckt?

»Mit Kreator und Exodus auf Tour zu sein, ist für mich der Wahnsinn. Wir kannten die Exodus-Jungs schon von vorherigen Tourneen ziemlich gut und es ist großartig wieder mit ihnen unterwegs zu sein. Seitdem ich angefangen habe Thrash zu hören, war Mille Petrozza für mich ein großer Held und der Rest von Kreator besteht aus extrem talentierte und beeindruckenden Musikern. Ich schätze mich sehr glücklich, mit solchen Leuten befreundet zu sein. Wen ich gern noch treffen würde? Es wäre großartig Slayer kennen zu lernen.«

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen