RH #266Interview

ENDSTILLE

Fünf gegen Willi

Deutschlands Black-Metal-Meister bleiben sich treu. „Verführer“ ist eine weitere hasserfüllte ENDSTILLE-Vollbedienung erster Kajüte, und auch in Sachen Provokation sind die Kieler immer noch weit vorn. Gitarrist Lars Wachtfels erteilt etwas stoisch, aber trotzdem gut gelaunt Auskunft.

Lars, du gibst sehr selten Interviews.

»Ich laber eh ständig Scheiße. Das interessiert doch eigentlich niemanden.«

Warten wir´s mal ab. Ist Wachtfels eigentlich ein Künstlername? Euer Trommler Timm behauptete in einem Rock-Hard-Interview, dass du tatsächlich so heißt, was eine gut informierte Dame umgehend per Leserbrief ins Reich der Fabeln verwies.

»Wenn die Leute wissen, wie ich wirklich heiße, kommen sie alle an. Ich wohne nämlich im Erdgeschoss. So mancher wollte sich bei mir schon ´ne ENDSTILLE-CD holen und ist mit mir jetzt seit Jahren befreundet (lacht ironisch). Ich bin ganz gern auf Festivals, will aber zu Hause meine Ruhe haben. Ich bin dann echt faul und schaff es durchaus, ´ne Woche lang nicht mal zu telefonieren.«

Findest du das Coverartwork von „Verführer“ gelungen?

»Ja. Auf T-Shirts sieht es super aus. Es ist eine zeitgenössische britische Karikatur aus dem Ersten Weltkrieg, die den deutschen Kaiser als Schlächter zeigt. Das passt gut zu uns.«

Auch wenn das Album „Verführer“ heißt, hören speziell nicht-deutschsprachige Fans vor allem den Begriff „Führer“ heraus, der ja neben „jawoll“, „Blitzkrieg“, „Sieg“ und „Hitler“ zum weltweiten Grundwortschatz gehört.

»Das wussten wir...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen