RH #264Interview

ISIS

Meteoriteneinschlag

Ihr 2004er Album „Panopticon“ war eine Offenbarung, ein Monument des doomigen Postrock/Post-Metal. Zwar wurden ISIS in rasanter Geschwindigkeit immer populärer, mit „In The Absence Of Truth“ (2006) konnten die Amerikaner die riesigen Erwartungen ihrer verwöhnten Kritiker allerdings nicht erfüllen. Mit dem neuen, mittlerweile fünften Album „Wavering Radiant“ ist Aaron Turner und seinen vier Mitstreitern aber eine Art „Panopticon“ hoch zwei und somit ein in allen Belangen brillanter Geniestreich gelungen.

Aaron, „Panopticon“ war seinerzeit für mich ein großes Aha-Erlebnis. Es ist eines meiner Lieblingsalben überhaupt. „Wavering Radiant“ führt den musikalischen Weg jenes Meisterwerks fort.

»Ich weiß, was du meinst, auch wenn ich sagen muss, dass wir uns ungern an der Vergangenheit orientieren und Schritte zurückgehen. Ich sehe jede unserer Platten strikt voneinander getrennt, und wir orientieren uns auch nicht an unserem bisherigen Schaffen. Aber wir haben uns unserer Stärken besonnen, welche auf „Panopticon“ besser gebündelt waren als auf „In The Absence Of Truth“.«

Eine dieser Stärken ist es, sehr komplexe und epische Stücke zu schreiben, die trotz des Anspruchs sehr straight und eingängig klingen.

»Das stimmt. „In The Absence Of Truth“ mag komplexer gewesen sein, aber der Fluss war phasenweise stockend.«

Eine weitere Stärke von euch ist es, gleichzeitig roh, brutal und zerbrechlich zu klingen. Dieses Rohe suchte man auf dem Vorgängeralbum vergebens.

»„In The Absence Of...

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