RH #263Krach von der Basis

LAZARUS A.D.

Nix zu tun - Krach von der Basis

Vor ein paar Jahren hat niemand an ein Thrash-Revival geglaubt, nun schießen neue Bands wie Pilze aus dem Boden. Aus dem Wust stechen besonders LAZARUS A.D. heraus, weil sie auf eines der Merkmale der neuen Thrash-Generation - den betont old-schooligen Sound - verzichten.

LAZARUS A.D. stammen aus Kenosha/Wisconsin. Die kleine Stadt ist der Geburtsort von Orson Welles, hat ansonsten aber nur wenig zu bieten, wie uns Bassist und Shouter Jeff Paulick wissen lässt:

»Kenosha ist wirklich ziemlich langweilig. Es ist hier ständig kalt, wir haben nur drei warme Monate im Jahr. Den Rest des Jahres schneit es, oder es ist zumindest bitterkalt. Deswegen haben wir hier wirklich nicht viel mehr zu tun, als uns auf unsere Band zu konzentrieren. Glücklicherweise sind Chicago und Milwaukee nicht so weit entfernt. Dort können wir uns einige Konzerte reinziehen.«

Die Einöde hat anscheinend auch Einfluss auf die Musik des Quartetts genommen.

»Besonders die Aggressionen rühren von der Langeweile her, die hier herrscht. Wenn wir im warmen L.A. wohnen würden, klänge unsere Musik sicherlich anders. Als wir anfingen, Musik zu machen, gab es hier überhaupt keine Szene. Als wir bekannter wurden und in Chicago für Anthrax eröffnet haben, hat sich langsam so was wie eine Szene etabliert. Es gibt jetzt ein paar Metalbands, die sich gerade gegründet haben und versuchen, unseren Weg zu gehen.«

Bedenkt man das Alter der Bandmitglieder (Jeff ist 21), ist es erstaunlich, dass das Debüt so ausgereift...

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