RH #263Krach von der Basis

FINSTERFORST

Baumharzschlürfer beim Haxenmeister

Finntroll, Månegarm oder zuletzt Eluveitie haben Jahre nach dem MTV-Unplugged-Boom Akustikversionen ihrer Songs aufgenommen bzw. lagerfeuertaugliches Neumaterial komponiert. Die Epen auf dem zweiten FINTERFORST-Opus „...zum Tode hin“ sind bereits von Beginn an sehr melancholisch und basisch ausgelegt.

Gitarrist Simon und Drummer Wombo geben freimütig zu, vor allem von skandinavischen Bands beeinflusst zu sein. Dennoch klingen sie löblicherweise nicht wie ein Abklatsch der bier- und metseligen Zeitgeist-Tanzmusik, die momentan den Pagan/Folk-Metal banalisiert.

»Die meisten Leute regen sich darüber auf, dass zu viel neuer Müll in diese Szene kommt. Wenn es einem nicht gefällt, dann soll er sich nicht damit befassen, sondern sich lieber ausruhen oder einen Spaziergang machen. Ist gesünder. Wir übernehmen nicht einfach irgendwelche Melodien und lehnen uns auch nicht an eine bestimmte lokale Folklore an. Man lässt seiner musikalischen Fantasie freien Lauf und versucht, eine Stimmung zu erzeugen, die dem Hörer verschiedene Emotionen darbietet. Es war von Anfang an klar, dass das Akkordeon bei FINSTERFORST eine führende Rolle spielen wird, und jeder Mann der Baumharzschlürfer-Truppe stand voll und ganz dahinter.«

Die cleanen bzw. akustischen Gitarren erinnern an Bathorys „Twilight Of The Gods“. Könnt ihr euch vorstellen, wie Quorthon mit schrottigem Equipment in einer engen Garage aufzunehmen?

»Vielen Dank für den Vergleich. Das ehrt uns sehr. Aber unsere Musik in einer Garage...

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