RH #263Interview

ABSU

Die Rückkehr der Bestie

 

Das neue ABSU-Album „Absu“ bietet einerseits das, was wir von der US-Black-Metal-Legende bis zum 2001er Release „Tara“ gewohnt waren, andererseits aber auch überraschende stilistische Neuerungen. Wir sprachen mit Drummer, Sänger, Texter und Bandkopf Proscriptor McGovern.

 

 

Im Jahre 2001 begannen ABSU nach mehreren hochklassigen Alben auseinanderzufallen, was Proscriptor folgendermaßen erklärt:

»Ich hatte private Probleme mit meiner Freundin, die mich monatelang blockierten und 2001 schließlich dazu führten, dass ich ABSU vorübergehend verlassen musste. Innerhalb dieser Zeit bekam ich das Angebot, bei Slayer vorzuspielen - was ich natürlich nicht ausschlagen konnte. Anfang 2002 kehrte ich jedoch reumütig zu ABSU zurück - und Equitant (guitar & bass) stieg aus. Wir machten als Trio weiter und schrieben neue Songs. Im Juni 2002 wurde ich in einen Unfall verwickelt, der die Knochen in meinem linken Handgelenk zerschmetterte. Die Ärzte meinten, es sei mehr als fraglich, ob ich jemals wieder in der Lage sein würde, Schlagzeug zu spielen. Das warf uns als Band natürlich ein riesiges Stück zurück und nahm uns den größten Teil unserer Motivation. Ich hatte jedoch Glück im Unglück und konnte mein Schlagzeugspiel mit der Zeit so umstellen, dass ich heute sogar besser trommle als vor meinem Unfall. Klingt seltsam, ist aber tatsächlich so. (Ein Statement, das sich nach Hören der neuen Scheibe absolut bewahrheitet - und Proscriptor war schon vor seinem Unfall ein tierischer Drummer! - Anm. d. Verf.) Ich flog nach Holland und Schweden, um zwei Monate lang mit Melechesh zu proben und das „Sphynx“-Album einzuspielen. Im Januar 2003 kehrte ich nach Dallas zurück, hatte aber keine Band mehr. Da ich gleichzeitig Vater wurde, legte ich ABSU vier Jahre lang auf Eis und konzentrierte mich auf Projekte wie Equimanthorn, Starchaser Network, The Turning, Melechesh und mein Label Tarot Productions, auf dem es bislang neun Releases gab. Außerdem besitze ich ein kleines Mastering-Studio, das oft von Underground-Bands gebucht wird. Im Frühling 2007 begannen mir ABSU aber so sehr zu fehlen, dass ich die Band neu aufbaute. Meine ehemaligen Mitstreiter Shaftiel und Equitant hatten allerdings kein Interesse mehr, und so suchte ich mir neue Musiker, die ich in Bands wie Infernal Oak, Rape Pillage & Burn oder Panzram fand. Seitdem lief alles problemlos, und wir stehen hier mit einem neuen Album und einer neuen Vision vor euch.« ...

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