RH #262Lauschangriff

STEVEN WILSON

So nah und doch so fern

STEVEN WILSON, vor allem bekannt als Frontmann und Kopf der brillanten Modern-Artrocker Porcupine Tree, ist einer der umtriebigsten Musiker der Szene. Nur ein richtiges Soloalbum fehlte bislang in seiner Diskografie. Wir unterzogen Versuch Nummer eins, „Insurgentes" (VÖ: 6. März), vorab einer ersten Prüfung.

Chiswick ist ein relativ gutbürgerlicher Stadtteil im Westen Londons, irgendwo zwischen Hammersmith und Heathrow. Glamour gibt´s auf der High Road - diverse indische Restaurants, eine VW-Dependance, ein paar Weinläden und ein unscheinbares Best-Western-Hotel sind die Höhepunkte - nur wenig. Aber wie das halt immer so ist: Hier, in ´nem Hinterhof versteckt und sehr dezent ausgeschildert, befindet sich eines der berühmtesten Studios der Welt: das Metropolis. Die Kunden? Queen, Madonna, 50 Cent, U2, Amy Winehouse, The Rolling Stones, George Michael, Beyonce, Sting - die Liste ist schier endlos.

STEVEN WILSON gehört jetzt auch dazu. Zwar ist „Insurgentes" nicht im Metropolis entstanden (die 55-minütige CD wurde in verschiedenen, weltweit verstreuten Studios eingespielt), aber der Sänger und Multi-Instrumentalist hat eine sehr überschaubare Zahl Journalisten nach London eingeladen, um sein Soloalbum unter perfekten Sound-Bedingungen vorzustellen und Rede und Antwort zu stehen.

»Ich denke, dass „Insurgentes" so sehr wie keine andere Platte von mir sämtliche meiner musikalischen Interessen verbindet«, überlegt der wie immer angenehm unaufgeregte Vegetarier zwischen zwei Bissen...

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