RH #262Lauschangriff

DREDG

Bigfoot pumpt Pedale

Die Artrocker DREDG schrauben derzeit an ihrer vierten Studioplatte, die im April erscheinen soll. Wir besuchten die Jungs in Los Angeles, fahndeten vergeblich nach einem Titel für die Platte, stießen dafür aber auf geradezu überschäumende Kreativität und ambitionierte Ziele. Und David Hasselhoff hat irgendwie auch seine Finger mit im Spiel.

Das „Barefoot Studio" liegt in einer eher schäbigen Gegend Hollywoods. Ein riesiges schwarzes Tor schirmt es vor der Außenwelt ab. Hierhin haben sich DREDG zurückgezogen, um letzte Hand an ihren Neuling anzulegen. Die vier Musiker haben sich viel vorgenommen: Es soll nicht nur ein Album werden, sondern ein vollkommenes Kunstwerk. Die Eingängigkeit des Vorgängers „Catch Without Arms" ist passé, stattdessen lebt die Komplexität der 2002er Scheibe „El Cielo" wieder auf. Es gibt nur ein Ziel: das rundum perfekte Progrock-Opus erschaffen.

Die passenden Texte liefert einmal mehr Sänger Gavin Hayes, der sich mit der hochphilosophischen Frage auseinandersetzt, warum Menschen den Glauben an einen Gott entwickelt haben und Religion einen solch großen Stellenwert in den Gesellschaften einnimmt. Als Inspiration diente u.a. ein Essay des indisch-britischen Schriftstellers Salman Rushdie.

Doch die perfektionistische Herangehensweise kostet Zeit und unendlich viel Geduld. An der Tür zu einem der Aufnahmeräume hängt ein Zettel, auf dem die Fortschritte notiert werden. Er verdeutlicht, wie mühsam der Entstehungsprozess ist: In der Spalte „fertige Songs"...

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