RH #262Interview

SAMAEL

Rolle rückwärts

Ein klassisches Armutszeugnis oder etwa doch sorgloser Mut von Künstlern? Mit „Above" haben sich SAMAEL von nahezu allen Trademarks, von ihrer ureigenen Originalität verabschiedet. Herausgekommen ist ein Heavy-Metal-Album, nicht mehr und nicht weniger. Womöglich ZU wenig? Fronter Vorph gibt sich im Dialog euphorisch.

Vorph, vor einigen Wochen habt ihr „Above" als fehlendes Bindeglied zwischen „Ceremony Of Opposites" und „Passage" bezeichnet. Für mich ist das nicht wirklich nachvollziehbar.

»Nun, wir wollten ein Album machen, auf dem der Schwerpunkt auf musikalische Handarbeit gelegt wird. Mehr Rock-Instrumentierung, weniger Computer.«

Dennoch sehe ich „Above" nicht als Bindeglied, denn die meisten Stücke dieses Albums sind sehr schnell.

»Das stimmt. Bindeglied ist vielleicht der falsche Ausdruck. Aber generell sehe ich „Above" in stilistischer Hinsicht nahe an „Ceremony Of Opposites".«

SAMAEL haben ihre Stärken stets aus schwerer Langsamkeit und erhabenem Midtempo gezogen. Beides findet man auf „Above" fast gar nicht.

»Das mag sein. Ich sehe es aber so, dass unsere neuen schnellen Stücke die richtige Würze für unsere Live-Setlist bringen. Die neuen Songs werden sich nahtlos einfügen und typisch nach SAMAEL klingen.«

Recht hattet ihr mit der Ankündigung, dass euer neues Album metallischer ist.

»Ja, es ist ein richtiges Metal-Album mit echtem Metal-Feeling.«

Allerdings hatte ich mit einer Rückbesinnung zu dunklen, mystischen Stücken gerechnet. Stattdessen bekommen wir...

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