RH #262Interview

MICHAEL KISKE

»Ich bekämpfe nicht den Metal oder die Metalfans!«

Vor etwas mehr als drei Jahren sorgte MICHAEL KISKE dank der Melodic-Band Place Vendome nicht nur mit seiner Rückkehr ins Rockbusiness für Aufregung, sondern im Interview mit Götz vor allem auch mit seinen kontroversen Statements zur Metalszene. Die Veröffentlichung der neuen Place-Vendome-Scheibe „Streets Of Fire" zeigt aber, dass nicht nur die Musik sanfter geworden ist, sondern auch der Sänger.

Michael, hat dir das Interview damals persönlich etwas gebracht?

»Mir hat es definitiv etwas gebracht. Ich fand weder das Interview schlimm noch die Reaktionen, von denen im Übrigen auch viele positiv waren. Die Leute dürfen sich aber ruhig über mich aufregen. Ich will ja gehört werden, das hat Götz schon ganz richtig gesagt. Umso mehr Leute meine Aufsätze lesen, desto besser. Ich schreibe das ja nicht nur für mich. Es ist aber auch so: Polarisieren hat noch nie einem Künstler geschadet.«

Polarisierst du aus Berechnung?

»Nein, das gehört einfach zu meiner Person. Es gibt aber auch genug Interviews, bei denen das übliche Geschwätz abläuft. Ich habe nichts zu verstecken, und auch in meinen Aufsätzen lege ich die Karten auf den Tisch. Alles andere finde ich relativ wertlos. Wenn ich nicht erzähle, was mich ganz persönlich beschäftigt, warum soll ich dann überhaupt was erzählen? Ich steigere mich auch mit Absicht in gewisse Sachen hinein, wenn ich darüber schreibe, denn ich möchte eine bestimmte Intensität erreichen. Das ist der Künstler in mir. Wenn du einen Song schreibst, steigerst...

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