RH #261Krach von der Basis

HANOI ROCKS

Aus die Maus!

Nun ist es offiziell: Die finnischen Rock´n´Roller HANOI ROCKS lösen sich endgültig auf. Nach einer Abschiedstournee in Japan und drei finalen Konzerten in Helsinki soll unwiderruflich der letzte Vorhang fallen. Wir sprachen mit Frontmann Michael Monroe über die Gründe.

»Wir sind an einem Punkt angekommen, wo es für die Band einfach nicht mehr weitergeht«, erklärt der hyperaktive Sänger. »Es sind sechs Jahre seit unserer „Wiedergeburt" vergangen, und seit unserer letzten Platte „Street Poetry" funken Andy (McCoy; g. - fa) und ich nicht mehr richtig auf einer Wellenlänge. Wir hängen kaum noch zusammen ab und haben keinen einzigen Song mehr komponiert. Also dachten wir uns, dass wir lieber mit einem starken Ausrufezeichen wie „Street Poetry" abtreten, anstatt uns irgendwas Halbgares aus den Rippen zu schneiden.«

Seid ihr vielleicht auch ein bisschen enttäuscht darüber, dass euch trotz des starken aktuellen Line-ups und gutklassiger Scheiben der große Durchbruch erneut versagt blieb?

»Vielleicht ein bisschen. Aber ich sehe die Sache gar nicht so tragisch. Es ist das Ende einer Ära, aber für mich gleichzeitig auch ein Neustart, denn ich werde mich jetzt wieder auf meine Solosachen konzentrieren. Mit HANOI ROCKS haben wir ja von Punk bis Calypso so ziemlich alles ausprobiert; jetzt möchte ich wieder einen etwas klarer definierten Sound spielen. Aber um deine Frage zu beantworten: Ich bin sehr stolz auf das, was wir mit HANOI ROCKS erreicht haben. Das überwiegt alles andere.«

Ich...

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