RH #260Krach von der Basis

ORDER OF ENNEAD

Alle neune!

 

Nachdem Deicide wegen Glen Bentons Gerichtsverfahren in letzter Zeit nahezu zum Nichtstun verdammt waren, widmet sich deren Ausnahmedrummer Steve Asheim mit ORDER OF ENNEAD einem musikalisch anspruchsvollen Spagat zwischen Death- und Black Metal.

 

 

Alleine der Bandname verrät, dass man inhaltlich auf deutlich anderen Pfaden unterwegs ist als der Großteil der hinlänglich bekannten Todes- und Schwarzheimer-Fraktion.

Steve: »Die Ennead waren und sind die neun Wesen, die die Menschheit kreiert und das Wissen für eine funktionierende, produktive Zivilisation vermittelt haben. Dinge wie Artikulation, Ingenieurswesen, Mathematik, Wissenschaften und so weiter. Der Name soll Wichtigkeit, Bedeutung und Nutzen dieser Art von Wissen hervorheben. Er soll eine Widmung an den zeitlosen Intellekt sein.«

Da verwundert es nicht, dass man trotz diverser Black-Metal-Einflüsse - bei vielen Bands dieses Genres scheint ein stimmungsvolles Gesamtbild vorrangig zu sein - deutlich mehr Wert auf musikalische Präzision legt.

»Musikalische Perfektion bedeutet mir alles. Sie ist absolut vorrangig, um größtmögliche Effizienz zu erreichen. Wie überzeugend klingt üble Brühe? Virtuosität und eine hohe Musikalität schätze ich hingegen sehr. Jeder kann sich ein bisschen Black-Metal-Schminke ins Gesicht schmieren und beschissen sein - das ist wirklich einfach. Ich will damit aber keine allgemeine Geringschätzung des Genres zum Ausdruck bringen; es gibt mit Sicherheit einige sehr gute Black-Metal-Bands.«

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