RH #260Interview

Nein, sie finden das Leben alles andere als toll. Es ist eher eine Mischung aus purem Zynismus und schwarzem Humor, der zum Bandnamen LIFELOVER geführt hat. Wie es dazu kam, dass sich sechs blutjunge schwedische Problemfälle, allesamt mit reichlich Medikamenten-Erfahrung, zum Musikmachen fanden und nun mit „Konkurs“ ein Meisterwerk des düsteren, depressiven Metal veröffentlicht haben, erklärt uns einer der Köpfe der Combo, ein 23-jähriger Mann mit einer Doppelklammer als Künstlernamen. Hier spricht also (), der im wahren Leben Kim heißt.

Kim, du stammst aus Stockholm, bist aber vor kurzem nach Belgien übergesiedelt. Warum?

»Ich baue mit ein paar Bekannten ein Label auf. In ein paar Monaten sollen die ersten Scheiben veröffentlicht werden, unter anderem die LIFELOVER-Alben in LP-Versionen.«


Gemessen an eurem düsteren Sound und den traurigen, zuweilen depressiven Texten ist LIFELOVER der zynischste Bandname, der mir je untergekommen ist.

»Zynismus ist das richtige Wort. Generell mögen wir eine Mischung aus Zynismus, Ironie und metaphorischen Texten. Alles, was platt und klischeehaft ist, lehnen wir ab. Solche Dinge halten wir von der Band fern.«


Gibt es ein Bandmitglied, das ein „Lebensliebhaber“ ist?


»Nein, absolut nicht. Die meisten von uns nehmen Medikamente, überwiegend Psychopharmaka. Und wer gerade keine Chemie schlucken muss oder will, betäubt sich mit Alkohol. Niemandem von uns geht es mental wirklich gut.«


Ihr seid also ein Haufen kranker junger Männer.

»Wir sind ein Haufen...

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