RH #259Krach von der Basis

KOLDBRANN

Das Böse ist überall

Die Norweger KOLDBRANN sind seit einigen Jahren eine Konstante im Black Metal. Die Band geht regulär, aber nicht zu oft auf Tour und veröffentlicht regulär, aber nicht zu oft den einen oder anderen qualitativ hochwertigen Tonträger - wie zuletzt die EP „Stigma: Pa Kant Med Livet“. Das Erfolgsgeheimnis liegt wohl in einem gewissen Ausgleich, denn die Jungs stehen nicht nur auf rohen Black Metal.

»Ich höre ganz gerne Rock und auch ein bisschen Pop. Die einzigen weniger prickelnden Gattungen sind meiner Meinung nach Jazz und dieser überfröhliche Gospel-Scheiß«, erzählt Kvass, Lyriker und Gitarrist der Band.

»Solange Musik etwas Besonderes zu bieten hat, bin ich dabei. Sei es Elektronisches, Hardcore, Punk, Pop, Noise, Prog oder Klassik«, pflichtet Mannevond (g./v.) bei. »Man sollte sich nicht nur auf eine Richtung beschränken - gerade weil es zu viel wertlosen Schund im Black Metal gibt.«

Dass Coverversionen wie Bathorys ´Bestial Lust´ langsam ganz schön ausgelutscht sind, findet die Truppe aber nicht.

Mannevond: »Viele Leute finden es überflüssig, wenn eine Black-Metal-Band einen Song ihres Genres neu interpretiert. Aber „The Return“ ist eines der Alben, die ich am allermeisten schätze, eine der ersten Black-Metal-Platten, die mich früh mit der Musik verbunden haben. „The Return“ hat eine unglaubliche Atmosphäre, mit bösem Sound und Gesang und den konsequent breiigen Drums. Wir wurden gefragt, ob wir Lust hätten, auf einem Bathory-Tribute-Album mitzumachen, und natürlich...

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