RH #259Interview

GOJIRA

Du nimmst nichts mit

"The Way Of All Flesh" heißt das neue, unglaublich dichte Album der immer erfolgreicheren französischen Extrem-Prog-Virtuosen GOJIRA. Ein Album, auf dem sich die Band laut Frontmann Joe Duplantier mit »dem Tod des Fleisches und der Unsterblichkeit der Seele« auseinandersetzt. Ein Gespräch über, nun ja, Gott und die Welt.

Joe, warum ist der Tod immer noch ein so großes Tabu in unserer Gesellschaft?

»Weil es uns nicht erlaubt ist, zu glauben. Wir leben in einer Umgebung, die uns lehrt, nur das zu akzeptieren, was wir sehen. Es ist angeblich verlorene Zeit, sich Gedanken über den Tod und vor allem das Leben danach zu machen. Das ist eine Schande, denn wir sollten mehr Zeit darauf verwenden, über philosophische Fragen nachzudenken. Wir sollten manchmal einfach nur sein. Von existenziellen Krisen abgesehen, verdrängen wir in der westlichen Welt den Tod. In anderen Gegenden unserer Erde - zum Beispiel in Afrika oder Südamerika - glauben die Leute offensichtlicher an ein Leben nach dem Tod, an Wiedergeburt und daran, dass die Seele ein Teil des Körpers ist - und nicht nur ein Symbol. Gut also, dass es die Metalszene gibt, die das Thema „Tod“ auf der Agenda hat (lacht). Wir schmücken unsere Coverartworks und T-Shirts mit Totenköpfen und tragen unsere Subkultur damit in den Mainstream. Die Resonanzen zeigen durchaus, dass es in unserer Gesellschaft das Bedürfnis gibt, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen.«

Wird die Gesellschaft im Großen und Ganzen nicht im Gegenteil immer...

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