RH #258Krach von der Basis

GRAVE DESECRATOR

Sperma in der Sonntagsmesse - Krach von der Basis

 

Bislang kamen die meisten in unseren Breiten kultumwehten brasilianischen Black-, Death- und Thrash-Metal-Kultbands aus Belo Horizonte. Neben Apokaylptic Raids, Diabolic Force und Sodomizer retten aber auch GRAVE DESECRATOR die Ehre von Rio De Janeiro.

 

 

Wie ihre Gesinnungsgenossen pfeifen sie auf moderne Extrem-Metal-Stilmittel und geben sich gänzlich dem rüpelhaften Charme der alten Schule hin; sie verbinden alle drei genannten Stilformen miteinander. Obwohl die Musiker regelmäßige Puffgänger sind, die im Booklet ihres Debütalbums „Sign Of Doom“ weiblichen Bekanntschaften aus Etablissements wie „14“ und „Club Des Flores“ danken, mussten die Stöhnorgien im Intro des Titelstücks und bei ´Carnal Obsession´ schnöden Pornos entlehnt werden. In Brasilien hat die Vermählung von räudigem Metal und Sex Tradition ohne fiesen Porn-Grind-Beigeschmack. Viele Sarcófago-Texte (z.B. ´Sex, Drinks And Metal´) sprechen ebenso dafür wie der Bandname Sextrash.

»Für mich ist es völlig unproblematisch, zwischen all dem anderen Scheiß auch diese lustvollen Aspekte zu thematisieren«, entgegnet Valak The Necrogoat, der kürzlich von der Gitarre zum Bass wechselte. »Sex ist etwas Magisches wie Yin und Yang: Er wird sehr intensiv wahrgenommen und kann vielen positiven wie negativen Empfindungen freien Lauf lassen. (Ach was. - Red.) Roh und effektiv umschrieben, zeigt es unsere zerbrechlichen, aber gleichzeitig großartigen Wesenszüge als Sklaven von Fleisch, Blut und Schmutz. Vielleicht haben...

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