RH #258Krach von der Basis

GORETRUST

Viel Groll in Moll

 

Geradezu aus dem Nichts sind die ungarischen Death-Schleifer GORETRUST aufgetaucht. "Last Revolution" nennt sich ihre aktuelle Scheibe, und die wird gerade europaweit abgefeiert. Zwar ist das Konzept des Trios nicht unbedingt revolutionär, aber als traditionsbewusster Todesblei-Fan kann einem das auch Wurst sein. Wir zerrten Fronter/Gitarrist Marcell Nemes vors Mikro.

 

 

Eure Biografie ist ja noch ziemlich kurz, gerade mal drei Jährchen gibt es euch. Was hat euch dazu bewogen, die Band zu gründen?

»Stimmt, 2005 ist noch gar nicht so lange her. Ich habe die Band damals ins Leben gerufen, mir schwebte ein Sound irgendwo zwischen Hypocrisy und klassischen 80er-Jahre-Klängen vor. Die Aussicht, irgendwann mal außerhalb von Ungarn zu spielen, war und ist unsere größte Motivation.«

Das impliziert, dass euch Anerkennung in Ungarn nicht so wichtig ist, oder habe ich das falsch interpretiert?

»Ich muss sagen, die Szene hier in Ungarn ist sehr schwach. Ich kann das durchaus beurteilen, denn ich habe einige Zeit in Finnland gelebt und weiß, was eine wirkliche gute, aktive Szene ausmacht. Es liegt ganz sicher nicht an den Bands, denn davon haben wir wirklich eine ganze Menge. Aber die Szene ist sehr unorganisiert, es gibt keine großen Zeitschriften, in denen sich die Fans informieren und in denen Plattenfirmen und Bands für ihre neuen Scheiben werben können. Alles ist so ein bisschen isoliert voneinander. Man muss sehr viel Zeit verwenden, um den Markt zu erforschen. Alle...

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