RH #257Lauschangriff

Eine große Fanbase in England, stattliche Underground-Erfolge in den USA und über 20.000 (!) verkaufte „From Mars To Sirius“-Exemplare im heimischen Frankreich: Zum großen Glück fehlt den Extrem-Prog-Virtuosen GOJIRA nur noch der Durchbruch in Deutschland. Der nächste Versuch startet am 10. Oktober, wenn „The Way Of All Flesh“ erscheint.

Nein, das von Ex-Machine-Head/Soulfly-Gitarrist Logan Mader dicht produzierte „The Way Of All Flesh“ ist selbst für geübte Ohren mit Progressive-Affinität kein besonders leichter Brocken geworden: Muße tut Not. Zieht man die obligatorische Secret-Track-Überbrückung (eine Unsitte, die leider nicht aussterben will) ab, bleiben immer noch knapp 70 Minuten intensivstes, in seiner Wirkung unnachahmliches Material, das so nahe wie nötig an der eigenen Vergangenheit angelehnt ist - und dabei so weit wie möglich in die Zukunft schielt. Das einst zwischen Mathcore und „modernem“ Thrash pendelnde Quartett hat endlich eine echte Fusion hinbekommen, und man darf mutig behaupten: GOJIRA sind die neuen Voivod, und „The Way Of All Flesh“ ist ihr „Nothingface“! Die Verschachtelungen ergeben Sinn, das Trance-artige Wiederholen von diversen Parts verkommt nie zum Selbstzweck, das Einzelne ist dem Gesamten beinahe sklavisch untergeordnet.

»Als wir mit dem Songwriting für „The Way Of All Flesh“ begannen, wollten wir alles etwas kürzer halten«, grinst Sänger und Gitarrist Joe Duplantier, ein zurückhaltender und nachdenklicher Zeitgenosse, beim Ortstermin im...

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