RH #257Krach von der Basis

NACHTMYSTIUM

Früh übt sich

NACHTMYSTIUM waren mal Black Metal, jetzt sind sie „Black Meddle“, so der Untertitel des neuen Longplayers „Assassins“. Der Bandchef hieß mal Azentrius, jetzt ist er einfach Blake Judd. Das Rock Hard wundert sich, was da los ist.

»Es gibt ein Pink-Floyd-Album namens „Meddle“«, plauscht der extrem freundliche Blake aus dem heimischen Chicago durchs Telefon. »Schon als ich fünf war, haben mir meine Hippie-Eltern diverse Platten in die Hand gedrückt, die sie doppelt hatten. Das war dann meist ziemlich abgehobeltes Vinyl (lacht). Speziell Pink Floyd, Led Zeppelin und Black Sabbath haben es mir total angetan. Pink Floyd habe ich immer gehört, auch zu der Zeit, als NACHTMYSTIUM sehr rohen Black Metal spielten und sich am skandinavischen Sound der Neunziger orientierten. Auf „Assassins“ sind diese progressiven Einflüsse jetzt jedoch sehr deutlich erkennbar. Daher haben wir unsere Black-Metal-Roots und den Pink-Floyd-Touch unter dem Namen „Black Meddle“ zusammengefasst.«

Du legst inzwischen sogar Wert darauf, dass NACHTMYSTIUM keine Black-Metal-Band mehr sind.

»Ich komme ja ursprünglich aus dem puristischen Black Metal und habe es immer gehasst, wenn sich Bands als Black Metal bezeichnen, die gar nichts damit am Hut haben. Es wäre gegenüber echten Black-Metal-Acts wie Catharsis oder Watain respektlos, wenn NACHTMYSTIUM sich noch in dieser Szene sehen würden. Wir spielen inzwischen eher Hippie-Musik (lacht). Weiter kann man sich vom Black Metal nicht entfernen. Außerdem lächeln wir...

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