RH #257Krach von der Basis

DENY THE URGE

Hass, lass nach!

Technischer Death Metal kann auch angenehm ins Ohr flutschen: „Blackbox Of Human Sorrow“, das zweite Album der Braunschweiger DENY THE URGE, hilft, diese vergessen geglaubte Erfahrung aufzufrischen.

Vier Jahre Wartezeit und strenge Qualitätskontrolle im eigenen Haus haben sich gelohnt: Das kommt also dabei raus, wenn man einen von Jazz und Fusion begeisterten Drummer und einen bodenständigen Metaller am Bass mit zwei Gitarristen zusammenpfercht, die als Klavierstimmer bzw. selbständiger Musik- und Gitarrenlehrer arbeiten. Letztgenannter beschreibt den aktuellen Song ´Material God´ als seine private Hommage an Monstrosity:

»Als ich 18 war, ist „In Dark Purity“ ziemlich bei mir eingeschlagen«, erinnert sich Henrik Osterloh. »Was in dieser Prägungsphase passiert, ist wichtiger als das Hörverhalten heutzutage. Da höre ich mir hunderttausend Bands an, die zwar alle technisch immer besser werden, wo ich mir die Aussage aber nicht mehr merken kann. Monstrosity waren auch anspruchsvoll, aber ohne diesen Speed-Faktor.«

Seit er 2001 das musikalische Ruder bei DENY THE URGE übernommen hat, schreibt Henrik weitgehend alle Texte und wurde somit nicht nur aus der Not heraus schließlich Frontmann.

»Früher war es für mich zu schwierig, beides auf einmal zu packen, also habe ich die Gitarre immer bevorzugt. Auf dem letzten Album „Subsequent Confrontation“ hatten wir mit Jens einen neuen Sänger, aber zu der Zeit habe ich schon fast zu 50 Prozent mitgesungen. Wegen einer schweren...

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