RH #256Krach von der Basis

VIOLATOR

Kurz und schnell - Krach von der Basis

Ebenso wie die erste Thrash-Welle Mitte der Achtziger hat auch die Nachfolgebewegung ihr Epizentrum in der Bay Area. Damals wie heute kommt aber zumindest ein ernst zu nehmender Act aus Brasilien. Waren es einst Sepultura, sollte man sich jetzt den Namen VIOLATOR einprägen.

Mit ihrem in Europa etwas verspätet veröffentlichten Debüt „Chemical Assault“ schafft es das Quartett, den Thrash-Spirit der Achtziger verdammt authentisch einzufangen. Basser/Sänger Pedro „Poney Ret“, der noch gar nicht geboren war, als Metallica, Slayer, Exciter und Kreator loslegten, beantwortet erst mal die Frage, wie er zum Thrasher wurde:

»Ich bin erst 22 Jahre alt. Klar, dass wir von der ersten Thrash-Welle nichts mitbekommen haben. Wir denken aber, dass Thrash Metal nicht nur der Gründergeneration gehört, sondern jede Zeit ihre Thrash-Bands hervorbringen wird. Wir waren Ende der Neunziger gelangweilt und angeekelt von dem, was damals unter Metal firmierte, und haben uns deshalb die alten Thrash-Helden angehört. Das erste Exodus-Album war unsere Rettung!«

Ist es auch heute noch dein Lieblingsalbum?

»Ja. „Bonded By Blood“ fasst den ganzen Thash-Spirit in neun Songs zusammen. Besser geht´s nicht!«

Wie kommt es, dass Brasilien eine so aufstrebende Thrash-Gemeinde hat?

»Vielleicht liegt das an den schlechten Strukturen, die wir hier haben. Es gibt kaum Labels und Veranstalter, also keine Metal-Industrie. So versucht jeder, seinen Input und sein Herzblut zu geben. Weil das Land sehr groß ist,...

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