RH #254Krach von der Basis

OBTEST

Mein Freund, der Baum - Krach von der Basis

Die litauischen Pagan-Metal-Mitbegründer haben die bei der Bandgründung 1992 dominierenden Black-Metal-Einflüsse alsbald ebenso wie die Nutzung englischer Lyrik abgelegt. Nach drei weitgehend im Verborgenen blühenden Alben treten sie mit „Gyvybes Medis“ jetzt an die Weltöffentlichkeit.

Erstmals seit der Wiederveröffentlichung des Debüts „Tukstantmetis“ 1999 durch das kurzlebige ostdeutsche Winzlingslabel Wolf Records stehen die Recken bei einer ausländischen Plattenfirma unter Vertrag: den geschichtsträchtigen Franzosen Osmose.

»Als sie vor über 15 Jahren an den Start gingen, waren alle ihre Veröffentlichungen weit vom Mainstream-Standard entfernt«, schwärmt Gitarrist Sadlave. »Samael, Profanatica, Immortal, Master´s Hammer, Blasphemy und Impaled Nazarene waren 1992 bis ´94 in all unseren Playlisten. Speziell vor Enslaved und Rotting Christ verneige ich mich für ihren langen, produktiven Lebensweg«, bemerkt der studierte Archäologe, der mit dem Dasein als Metalfan weitgehend abgeschlossen hat.

Obwohl sich der Künstler heutzutage privat auf Weltmusik und die Erforschung der litauischen Folklore spezialisiert hat, gehen OBTEST keine Kompromisse ein. Ein reines Folk-Album, wie es die lettischen Nachbarn Skyforger oder die einstigen Trendsetter Ulver mit „Kveldssanger“ vorgestellt hatten, wird es von ihnen nicht geben.

»Dennoch haben wir bei der Veröffentlichungsparty von „Gyvybes Medis“ am 11. April eine spezielle Unplugged-Darbietung einiger neuer Songs mit einem...

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