RH #253Krach von der Basis

DEPRESSION

Stumpf ist Trumpf - Krach von der Basis

Lange als Hobbytruppe belächelt, sind DEPRESSION mittlerweile zu einer Institution zwischen frühem Grind und altem Schweden-Death aufgestiegen.

Auch knapp 20 Jahre nach der Bandgründung und mit mehr als zwei Dutzend Releases im Rücken, bevorzugt im Split-, 7“- oder gar Kassettenformat, weichen die Deutschen nicht einen Millimeter von ihrer Old-School-Linie ab.

»Ich mag den klassischen Grindcore nach wie vor, aber nicht das neumodische Zeug«, bestätigt Multi-Instrumentalist und Kreischhals Kai Sattelkau. »Von Nasum finde ich zum Beispiel nur die Anfänge super, der Rest ist lediglich ganz gut. Napalm Deaths „From Enslavement To Obliteration“ gehört immer noch in meine ewige Top Ten. Nach „Harmony Corruption“ fand ich die Band dann aber absolut belanglos. Da höre ich lieber Phobia und Rot.«

Obwohl DEPRESSION im Allgemeinen als Grind-Kapelle gehandelt werden, liegen Kais Roots im Metal.

»Ich habe richtig mit Kutte und so angefangen. Old-School-Death-Metal ist der Hammer, speziell der aus Skandinavien. Wir machen es nicht so extrem wie Fleshcrawl, probieren aber ebenfalls, den schwedischen Gitarrensound zu übernehmen. Mir kommt es bei Musik auf das richtige Feeling an. Brutalität hat für mich nichts mit Technik zu tun. Songs sollten ohne viel Brimborium kurz und prägnant auf den Punkt kommen. Geschwindigkeit ist ebenfalls wichtig. Ich bin Traditionalist.«

Und ein knallharter Verfechter des wahren Undergrounds.

»Nach dem ersten Demo dachte ich nicht mal, dass noch ein zweites...

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