RH #253Interview

MEILENSTEINE: Downloading: Sargnagel der Musikindustrie? (Holger Stratmann)

Kennt noch jemand Napster? Haha! Seht ihr, so ist das im Internet. Heute „hip“, morgen auf der virtuellen Müllhalde der Pop-Geschichte. Ja, ich weiß, die Firma gibt‘s noch (als legales Download-Portal oder so), aber das scheint niemanden mehr zu kümmern. Selbst Lars Ulrich nicht. Der hatte seinerzeit versucht, den Metallica-Backkatalog gegen das Netzwerk des Bösen zu schützen. Mehr oder weniger vergeblich. Seitdem nehmen Metallica vermutlich (wie jeder etablierte Act) einfach die doppelte Gage und bitten die Fans für die Live-Konzerte zur Kasse. Die Download-Problematik trifft deshalb in erster Linie die Plattenfirmen (die mehr als die Hälfte ihres Personals entlassen haben), Medien (bei denen die Plattenfirmen von den Anzeigen bis zu den Rezensionsexemplaren alles zusammengestrichen haben, was nicht überlebensnotwendig ist) und vor allem Underground- Musiker, die trotz Plattenvertrags ihren rebellischen Berufswunsch an den Nagel hängen mussten und sich in die Klasse der Hobby- und Freizeitmusiker einreihen durften. Für die Betroffenen eine bittere Pille.

Die echten Fans argumentieren, sie wollen in neue Musik hereinhören, und entdecken auf diese Weise neue Bands. Die Australier Airbourne belegten in der Newcomerauswertung des Rock Hard einen sensationellen sechsten Platz. Dabei ist das Debütalbum der legitimen AC/DC-Nachfolger in Europa noch gar nicht veröffentlicht!

Früher geisterten solche Geheimtipps allenfalls in den Büros von Plattenfirmen oder Redaktionen herum,...

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