RH #252Krach von der Basis

GRIEF OF WAR

Der Geist der Samurai - Krach von der Basis

Bereits für den kommenden Sommer peilen die japanischen Thrasher GRIEF OF WAR ihr zweites Album „Worship“ an. Bis dahin repräsentiert „A Mounting Crisis... As Their Fury Got Released“, ihr jüngst weltweit veröffentlichtes Debüt von 2005, den „Samurai Crunch“.

Die ehrwürdigen nationalen Vorfahren im Genre - Cashbah und Outrage - werden im Inselstaat für ihre Pionierleistungen in den achtziger Jahren immer noch verehrt, allerdings bedauert GRIEF OF WAR-Sänger Manabu Hirose einen nach wie vor fehlenden Szene-Zusammenhalt.

»Cashbah haben ihre Aktivitäten vor einigen Jahren eingestellt, während Outrage wieder in der Originalbesetzung spielen, sich aber komplett vom Thrash Metal gelöst haben. Ihren Schlagzeuger Shinya Tange habe ich letztens bei einem unserer Konzerte in Tokio getroffen; da war er Aushilfsmusiker bei einer anderen Band.«

Einen direkten Einfluss der Herren, die sich sogar vom ehemaligen Accept-Drummer Stefan Kaufmann in Deutschland produzieren ließen, weist Manabu von sich. Auch die einheimische Black/Thrash-Garde ist ihm nur namentlich ein Begriff.

Statt wie Sigh früher mit alten Schwertern und Hiebwaffen zu posieren, haben sich die Musiker für das Booklet ihres Debüts im Museum eines japanischen Armeestützpunktes portraitieren lassen.

»Der Begriff „Samurai Crunch“ für unseren Stil sollte für die Hörer in anderen Ländern etwas plastischer klingen. Samurai-Posing interessiert mich nicht, aber ich hoffe, dass sich der Geist der Samurai in unserer Musik...

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