RH #252Interview

Die besten Platten aller Zeiten - Tobias Blum

25 Jahre Rock Hard, 25 Scheiben für die einsame Insel. Unsere Schreiber haben in schlaflosen Nächten ihre Top 25 zusammengestellt. Und dieses Mal gibt es keine Ausreden, dieses Mal müssen es die definitiv besten 25 Platten aller Zeiten sein. Wir haben uns beschränkt.

1. SAVATAGE - Edge Of Thorns (1993)

Als ich das erste Mal den Titelsong hörte, war ich mir ziemlich sicher, Metalfan zu sein. 

2. QUEENSRYCHE - Operation: Mindcrime (1988)

Ganz sicher war ich, als ich dann ’Eyes Of A Stranger’ hörte.

3. IRON MAIDEN - Seventh Son Of A Seventh Son (1988)

Neben einer einzigartigen, gleichzeitig kühl-polierten und mystisch-verschrobenen Atmosphäre hat dieses Album der Welt einen der seltsamsten cleanen Gitarrensounds aller Zeiten und mir mit ’The Clairvoyant’ meinen Maiden-Lieblingssong geschenkt. 

4. DREAM THEATER - Images And Words (1992)

Aha-Erlebnisse, Teil 1: So schlau, virtuos, schlüssig komponiert und im eigentlichen Sinne des Wortes progressiv kann Metal sein. 

5. DANZIG- III: How The Gods Kill (1992)

Es hat den Blues, es rockt ohne Ende und als Soundtrack lässt es die Welt in einem etwas düsteren, aber viel, viel spannenderen Licht leuchten - stellvertretend für die ersten 4 Alben. 

6. BLACK SABBATH - Cross Purposes (1995)

Das Erleben einer Sabbath-Reunion mit Tony Martin ist unter den Top 5 meiner komplett unrealistischen Lebensträume, wofür vor allem dieses unterbewertete Album verantwortlich ist. 

7. PETER GABRIEL - 3 (1980)

Organisch und elektronisch, zum Heulen schön und beängstigend düster, hoch komplex und extrem eingängig - dichter und facettenreicher kann ein Album kaum sein. 

8. DAVE MATTHEWS BAND - Crash (1996)

Unverzichtbarer Bestandteil einer jeden Hausapotheke, einzuordnen unter „Seelenbalsam“. 

9. ALICE IN CHAINS - Dirt (1992)

„Dirt“ ist das wohl dunkelste Album der Grunge-Ära und ’Them Bones’ einer der mächtigsten Opener aller Zeiten. 

10. THRICE - Vheissu (2005)

Unzählige Male hab ich’s gehört und noch nicht ansatzweise das Gefühl, alle Geheimnisse dieses Alternativerock-Epos entdeckt zu haben. 

11. MEGADETH - Peace Sells…But Who’s Buying? (1986)

Noch so ein unrealistischer Lebenstraum: Einmal ’My Last Words’ live zu erleben. Hach ja. 

12. DARK TRANQUILLITY - The Gallery (1955)

Death Metal und der ganz große Donner der Romantik- hier vereint, als wären sie immer füreinander bestimmt gewesen. 

13. IN FLAMES - The Jester Race (1995)

Mein anderes Todesmetall-Großereignis des Jahres 1995: Folk und Death Metal sind bis heute kaum besser zusammengebracht worden als in ’Moonshield’. 

14. DIO - Holy Diver (1983)

Niemals wieder waren Keyboard-Fanfaren so unglaublich bombastisch, eingängig, kitschig und schlicht großartig wie die von ’Rainbow In The Dark’. 

15. AL DIMEOLA - Elegant Gypsy (1977)

Setzte in Sachen Hochgeschwindigkeits-Gitarrenarbeit Maßstäbe, an denen die allermeisten Gitarrenhelden noch heute eher kläglich scheitern. 

16. THE DILLINGER ESCAPE PLAN - Miss Machine (2004)

Aha-Erlebnisse, Teil 2: So schlau, virtuos, schlüssig komponiert und komplett wahnsinnig kann extremer Metal sein. 

17. NEPHEW - Interkom Kom Ind (2006)

Dramatischer Stadionrock auf einem Fundament unterkühlten, wave-lastigen Elektropops - so was muss man erstmal gemixt kriegen. 

18. RIOT - Thundersteel (1988)

Allein der Refrain von ’Bloodstreets’ würde reichen, dieses Album unsterblich zu machen - trotzdem gut, dass auch der Rest super ist. 

19. SILENT HILL III - OST (2003)

Die finsterst mögliche Kombination aus zurückgenommenen Elektrogrooves, brachialen Industrialausbrüchen und ruhigem Gitarrenrock - noch besser in Verbindung mit dem dazugehörigen Videospiel. 

20. KAIZERS ORCHESTRA - Maestro (2005)

Pumporgeln, Kontrabass, Ölfässer, Autofelgen, Polka, fetter Rock, große Hooklines und seltsame Geschichten - wie sollte so etwas nicht fantastisch sein? 

21. THE DUSKFALL - Source (2003)

Dieses Album fügt der weiten Welt melodischen Death Metals nichts Neues hinzu, fängt ihre Essenz aber ein wie kaum ein anderes. 

22. THE TEA PARTY - The Interzone Mantras (2001)

Ein Album, als hätten Jimmy Page und Jim Morrison eine Session in einer Jazzbar aus tausendundeiner Nacht geschmissen und die Aufnahmen den smartesten Kanadiern seit Rush zur Weiterverarbeitung anvertraut. 

23. KAMELOT - Epica (2003)

Einer Variante der alten Geschichte von Faust und Mephisto zu begegnen ist immer eine gute Sache, vor allem wenn sie, im Gegensatz zu der von Goethe beispielsweise, in unendlich detailverliebte Melodic-Metal-Hymnen verpackt ist. 

24. TORI AMOS - American Doll Posse (2007)

Beinahe alles in Tori Amos’ Biografie ist von makelloser Schönheit, darum der Einfachheit halber ihr jüngstes Meisterwerk. 

25. WOVEN HAND - Woven Hand (2002)

Wäre Gott ein Cowboy, er würde Woven Hand hören, genau wie der Teufel, wenn der ein Cowboy wäre.

 
 

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