RH #252Interview

MEILENSTEINE: Appetit auf Zerstörung - das Guns-N´Roses-Debüt (Lisa Stegner)

Guns N´Roses öffneten Ende der 80er mit ihrem ersten Album „Appetite For Destruction“ für so manchen jüngeren Rockfan das Tor zu einer anderen Welt. Nasenpuder vernichtet Gehirnzellen? Scheiß drauf! ´ne Gibson Les Paul ist keine Metal-Gitarre? Fuck off! Sex gegen Gefälligkeiten bleibt der Damenwelt vorbehalten? Denkste! „With your bitch slap rappin´ and your cocaine tongue you get nothin´ done“, wird im Inlay ein Kritiker der Band zitiert.

21 Jahre später gilt „Appetite For Destruction“ als das Referenzwerk, das die zweite große Stunde des Sleaze Metal einläutete. Zwar hatten bereits zuvor Bands wie die Stones, Aerosmith, Hanoi Rocks oder Mötley Crüe eindrucksvoll vorgemacht, wie der Hase im Show-Stall läuft. Doch stand inzwischen eine neue Generation in den Startlöchern, um der Rudolf-Heß-Debatte, den ETA-Anschlägen, der Barschel-Affäre, dem INF-Abrüstungsvertrag, der Intifada, dem Schwarzen Montag und dem Wühltisch-Eklat bei „Rudis Tagesshow“ den Mittelfinger entgegenzustrecken und sich stattdessen dem zuzuwenden, was den alltäglichen Nachrichtenhorror auf einen Schlag vergessen lässt.

Guns N´Roses trafen 1987 einfach den Nerv der Zeit, auch wenn „Appetite For Destruction“ erst ein Jahr nach Erscheinen die Pole Position der amerikanischen Billboard-Charts erreichte. Zunächst biss die Band mit ihrer ersten Single-Auskopplung ´Welcome To The Jungle´ überall auf Granit. Dies war zum Teil dem ursprünglichen Plattencover des Lowbrow-Zeichners Robert Williams zu verdanken. Die...

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