RH #250Classic Albums

MEILENSTEINE: German Metal (Holger Stratmann)

Die Generation Golf feiert rund um den Erdball Erfolge, doch das deutsche Musik-Business kriegt´s nicht mit

 

Vor nicht allzu langer Zeit geisterte DIE Meldung über die News-Ticker der Musikbranche: Die Heulsusen der Sportfreunde Stiller sind in London in einem Club aufgetreten! Wie putzig! Selbst die Feierabend-Metaller von Tankard servierten ihren „Alcoholic Metal“ kürzlich vor 200 begeisterten Fans in Barcelona. Geschrieben hat darüber niemand, erst recht war dies keine Erwähnung in irgendwelchen Business-News-Portalen wert.

Kreator als erste deutsche Metal-Band in Israel, Gamma Ray und Blind Guardian in Japan, Sodom in Thailand, Udo Dirkschneider in Russland, Helloween in Südamerika, Doro in den USA... Es gab in den letzten 25 Jahren jede Menge Charterfolge, ausverkaufte Hallen und weltumspannende Pionierleistungen der deutschen Metal-Szene (die fast alle im Rock Hard dokumentiert wurden), während Pop und Politik noch darüber streiten, mit wie vielen Hunderttausenden Euro ein deutsches Export-Büro auszustatten ist, damit ein deutscher Act endlich mal ein paar Platten im Ausland verkauft.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Fast alle der hier genannten Acts sind permanent auf drei, vier Kontinenten präsent. Die Liste ist schier unendlich und wird noch um Namen wie Destruction, Rage, Grave Digger, Masterplan, Jörg Michael (Stratovarius) und etliche andere ergänzt. Auch für die zweite Generation wie In Extremo (Mexiko, Südamerika), Angela Gossow (Arch Enemy), Edguy, Heaven...

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