RH #250Classic Albums

MEILENSTEIN: „The only way to exit - is going piece by piece!“ (Boris Kaiser)

Slayers „Reign In Blood“-Album

„Reign In Blood“ verkörperte alles, was man von Slayer erwarten konnte - und noch viel, viel mehr“, erinnerte sich Produzent Rick Rubin Jahre später an seine erste Zusammenarbeit mit Kerry King & Co. Und in der Tat: „Reign In Blood“ ist nicht „nur“ ein perfektes Album, „Reign In Blood“ ist nicht „lediglich“ die beste Thrash-Metal-Platte aller Zeiten (was sie immer sein wird) - „Reign In Blood“ ist ein Gefühl, ein Kribbeln im Bauch, ein völlig eigener Sound. „Reign In Blood“ ist pure Magie. Überragende Songs, grandiose Riffs, unnachahmliche Vocals, clevere Arrangements, die erbarmungsloseste Produktion aller Zeiten - und dennoch muss man vor allem von Atmosphäre reden, wenn es um diese 29 Minuten geht. „Reign In Blood“ ist eine komplette Verneinung, die Zerstörung der Zivilisation, „Reign In Blood“ ist archaisch, ist Hass, Aggression und Wut, ist noch nicht mal zynisch, sondern Sein ohne jede Empathie, ist Nihilismus, vielleicht auch Hedonismus, wenn man das Leiden anderer tatsächlich als Freude akzeptieren will. „Reign In Blood“ war beim Komponieren wahrscheinlich nichts anderes als ein weiteres Slayer-Album, aber die Sache hat sich verselbständigt. „Reign In Blood“ wurde zum ultimativ Bösen, zum Serienkiller, zum Sadisten, zur Ausgeburt der Hölle. „Reign In Blood“ ist das Album, vor dem uns unsere Eltern zu Recht immer gewarnt haben. Aber „Reign In Blood“ bringt einen auch ein Stück näher zu sich selbst. „Reign In Blood“ ist Katharsis und eine Aufgabe, bei der man letzten Endes vielleicht sogar lernt, wie das Leben nicht sein sollte, nicht sein darf. „Reign In Blood“ ist einer der größten Würfe der Musikgeschichte....

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