RH #249Schwatzkasten

SERJ TANKIAN

SERJ TANKIAN (System Of A Down)

SERJ TANKIAN ist der markante Kopf von System Of A Down, Co-Gründer der mit Tom Morello ins Leben gerufenen Axis Of Justice, Chef des Labels Serjical Strike und seit kurzem auch poetisch-politischer Solokünstler mit Hang zur exzentrischen Selbstdarstellung. Im Schwatzkasten plaudert der 40-Jährige über seinen Bezug zu Abba, bizarre Träume, Reinkarnation und das Ende der Zivilisation.

 

Serj, wo bist du aufgewachsen?

 

»Geboren wurde ich im Libanon, aufgewachsen bin ich in Los Angeles, wohin meine Eltern emigrierten, als ich sieben Jahre alt war und in unserer Heimat der Bürgerkrieg begann. Meine Familie ist sehr groß. Ich habe zwar nur einen einzigen Bruder, aber sehr viele Cousins, die auch in den USA leben. In dem Kulturkreis, dem ich entstamme, ist es wichtig, der Familie nah zu sein. Sie erdet einen immer wieder.«

 

Gehörtest du in der Schule zu den Rotzlöffeln oder zur Streberfraktion?

 

»Ich gehörte definitiv zu den Strebern. Auch meine besten Freunde waren Vorzeigeschüler mit Super-Noten.«

 

Wie bist du mit Musik in Berührung gekommen?

 

»Durch meine Eltern. Während meiner Kindheit hörte ich viel World Music, Folk und armenische Revolutionsmucke. Aber auch arabische, griechische und französische Klänge liefen bei mir. Während der siebziger Jahre stand ich auf Abba, die Bee Gees und urigen Soul. Im nächsten Jahrzehnt kamen New Wave und Gothic dazu. Erst in den späten Achtzigern begann ich mich für Rockmusik zu interessieren. Als Twen entdeckte ich schließlich...

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