RH #249Interview

MORTAL SIN

Volles Risiko

Anfang der Neunziger galten die Australier MORTAL SIN als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für den Aufstieg in die Thrash-Eliteklasse. Bandinterne Querelen und das baldige Abebben der Thrash-Welle sorgten jedoch für ein vorzeitiges Ende dieser Träume. Nach einem eher halbherzigen Comeback-Versuch sind die Aussies aber nun mit einem erstklassigen Scheibchen namens „An Absence Of Faith“ wieder ernsthaft am Start.

»Ich glaube, wir hatten damals einen gewissen Standortnachteil«, blickt Sänger Mat Maurer auf die Frühphase der Band zurück. »In Europa und Amerika explodierte die Thrash-Szene, und wir saßen am anderen Ende der Welt und warteten darauf, dass wir mitspielen durften. Wir hätten gerne schon für „Mayhemic Destruction“ ausgiebig getourt, aber unser damaliges Label meinte, wir wären dafür noch nicht reif genug - was wir natürlich überhaupt nicht nachvollziehen konnten. Aber als dann der Startschuss mit dem „Face Of Despair“-Album auch für uns fiel, stellte sich heraus, dass das Label vielleicht doch Recht hatte. Einige Bandmitglieder kamen mit dem Druck nicht klar, was auf Dauer zu massiven Spannungen führte. Nachdem wir das Touring für „Face Of Despair“ beendet hatten und nach Australien zurückkehrten, schmiss ich das Handtuch. Schlichtweg, weil ich nicht eingesehen habe, dass sich da ein Bandmitglied zum Diktator aufspielen und mich aus der Band drängen wollte, obwohl ich MORTAL SIN gegründet hatte. (Matt meint Steve Hughes, der den Original-Drummer Wayne Campbell kurz vor Beginn der „Face Of Despair“-Tour ersetzte. - fa) Trotzdem blicke ich gerne auf diese Zeit zurück, denn wir haben zwei tolle Platten aufgenommen, an die sich die Leute bis heute erinnern.« ...

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