RH #249Interview

HEAVEN SHALL BURN

Schuld und Sühne

Metalcore? Death Metal? Modern-Metal? Es spielt mittlerweile wirklich keine Rolle mehr, in welche viel zu enge Kiste man HEAVEN SHALL BURN steckt. Die Thüringer gehören anno 2008 zu den Bands, an denen sich alles messen lassen muss. Gitarrist Maik Weichert erläutert das Konzept der brandneuen Eruption „Iconoclast“ und nimmt einmal mehr hingebungsvoll Abstand vom üblichen Promo-Geschwätz.

Maik, obwohl sämtliche Songs eures neuen Albums auch für sich alleine stehen können, hat „Iconoclast“ einen roten Faden. Wie seid ihr auf die Ikonoklasten-Idee (»Ikonoklasten sind Krieger, die geschickt werden, um die Mörder Gottes zu richten und zu zerstören.«) gekommen?

»Ich habe „Iconoclast“, genau wie die deutsche Entsprechung „Bilderstürmer“, schon immer für ein geiles Wort gehalten (lacht). Manchmal entstehen Denkanstöße auch aus einer gewissen Wortästhetik heraus. Man spinnt die Fäden weiter und stellt fest: Hey, das passt super zu der Message, die ich eh im Kopf hatte und die ich noch gar nicht richtig definieren konnte. Wir haben um die einzelnen Texte also eine Story drum rum gebaut. Es ging bei uns ja immer schon um Opportunismus, darum, Idole von ihrem Thron zu stoßen, Heiligenbilder zu hinterfragen und sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen.«

Einer der Fixpunkte der Story ist ´Murderers Of All Murderers´, dem Friedrich Nietzsches bekanntes „Gott ist tot“-Zitat zugrunde liegt. Warum dieser, ähem, philosophische Überbau?

»Bei der Verbindung aus „philosophisch“ und...

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