RH #249Interview

BLOODSIMPLE

Das Leben ist brutal

Der Quasi-Vorläufer Vision Of Disorder war fraglos eine gute Hardcore-Combo, das BLOODSIMPLE-Debüt „A Cruel World“ konnte sich hören lassen, und live hinterließ die Band einen starken Eindruck. Aber dass das Zweitwerk „Red Harvest“ dermaßen überragend ausfallen und bis auf den zweiten Platz unserer Richterskala stürmen würde - damit war beim besten Willen nicht zu rechnen. Obwohl Tim Williams wahrlich nicht an einem unterentwickelten Selbstbewusstsein leidet, wirkt selbst der Frontmann von der euphorischen Resonanz, die ihm von allen Seiten entgegenschlägt, etwas überrascht.

Wurde die Band wegen der Vision-Of-Disorder-Vergangenheit von Tim, Gitarrist Mike Kennedy und Tourschlagzeuger Brendon Cohen (ein fester Drummer fehlt immer noch im Line-up) gerne in die Metalcore-Schublade gesteckt, so hat sie sich aus dieser inzwischen befreit. Dank der beeindruckenden Entwicklung, für die laut eigener Einschätzung nicht zuletzt der Anschauungsunterricht der zahlreichen Touren mit Größen wie Slayer, Stone Sour, Alice In Chains, Disturbed und Mudvayne verantwortlich sei, haben sich BLOODSIMPLE zu einem Metal-Act moderner Prägung gemausert, der wegen der stimmlichen Parallelen zu Phil Anselmo sowie der brachialen Riffs immer wieder an Pantera und beim Südstaaten-Spirit verströmenden Hit ´Whiskey Bent And Hellbound´ auch an Down erinnert.

In diesem Übersong sowie im Opener ´Ride With Me´ präsentiert Tim mit mystischen Erzählpassagen im Stil seines Idols Jim Morrison eine neue Facette...

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