RH #248Lauschangriff

HEAVEN SHALL BURN

LAUSCHANGRIFF: Moderne Menschen

Thüringens Abrisskommando Nummer eins wütet wieder: HEAVEN SHALL BURN haben Gas gegeben und stellen ihrer Bolt-Thrower-Hommage „Deaf To Our Prayers“ mit „Iconoclast“ bereits nach knackig-kurzen 15 Monaten einen Nachfolger zur Seite. Und das knapp einstündige Geschoss (VÖ: 25. Januar) hat´s mächtig in sich.

»Zuerst fällt wohl auf, dass der Sound diesmal viel dynamischer ist«, überlegt Gitarrist Maik Weichert. »Während dir „Deaf To Our Prayers“ die ganze Zeit in die Fresse haut, geht „Iconoclast“ auch mal einen Schritt zurück und nimmt Anlauf, um dir dann umso härter eine reinzudonnern. „Iconoclast“ bietet viel mehr Schattierungen.«

Keine leeren Worte: Das fünfte Album des Quintetts, erneut entstanden im „Rape Of Harmonies“-Studio und gemixt von Tue Madsen in Dänemark, verbindet die Durchschlagskraft von „Whatever It May Take“ mit der Eingängigkeit von „Antigone“ und der Brutalität von „Deaf To Our Prayers“. Der Isländer Ólafur Arnalds sorgt wie auf „Antigone“ wieder für atmosphärische Einsprengsel, bei ´Murderers Of All Murderers´ treffen Bolt-Thrower-Riffs auf einen kurzen Elektro-Beat (!), ´Forlorn Skies´ ist Melodic-Death der ganz alten At-The-Gates-Schule, die formidable Midtempo-Bombe ´Joel´ überrascht mit einem mächtig fiesen Doom-Part à la Celtic Frost und abgedrehten Gitarrenspielereien, der Rauswerfer ´Atonement´ entpuppt sich als Instrumental (Maik: »Die Melodien waren zu schön, um Marcus darüberbrüllen zu lassen, hahaha!«), und das fast siebenminütige ´A Dying...

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