RH #248Interview

BLOODLIGHTS

Zu viel Party, zu wenig Schlaf

Unter dem Namen BLOODLIGHTS öffnet der ehemalige Gluecifer-Bandleader Captain Poon knapp drei Jahre nach deren Auflösung das nächste Kapitel seiner Musikerkarriere. Von Anfang an gab es für ihn keinen Zweifel, dass es das noch nicht gewesen sein konnte.

Mit einem gut 20 Jahre alten Opel Monza rauscht der sympathische Gitarrist und Neu-Sänger in die einzige freie Parklücke vor einem Osloer Hotel, dessen auf modern getrimmte und entsprechend kalt wirkende Lobby als Interviewkulisse dient. Klimawandel, Ozonloch und CO2-Panik spielen keine Rolle, wenn es um einen standesgemäßen Auftritt geht. Auf die Frage nach dem mächtigen Spritverbrauch seines Youngtimers entgegnet Captain Poon nur: »Das musst du dir schon leisten, wenn du ein Mann sein willst!« Und er lacht.

»Auf vergangenen Tourneen ist es immer mal wieder vorgekommen, dass ich umgekippt bin. Zu viel Party, zu viel Alk, manchmal zu viele Drogen und zu wenig Schlaf - und weg war ich. Kurz davor habe ich immer nur noch ein paar rote Lichter gesehen«, erklärt er die Wortkreation, die fortan als Bandname für seine musikalische Zukunft dient.

Aber so ganz ist die Vergangenheit noch nicht abgehakt. Denn obwohl er sich seinen Frust nicht wirklich anmerken lässt, klingt bei den Erinnerungen an seine Ex-Band, das letzte Album und die Abschiedstour immer noch ein bisschen Wehmut durch.

»Ich habe irgendwie gemerkt, dass etwas im Busch war. „Automatic Thrill“ war ein starkes Album, die Tour mit Monster Magnet war erfolgreich, für...

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