RH #247Interview

Eine DDR auf 170 Megabyte

Interview mit Ostmetal.de-Macher Hendrik Rosenberg

 

Er hält die Fahne des Ost-Metal hoch und ist im Laufe der Jahre zur wichtigsten Anlaufstelle für interessierte Freaks geworden: Der in Nürnberg lebende, 36-jährige Hendrik Rosenberg ist Betreiber der Fansite www.ostmetal.de, die sowohl ein umfassendes Archiv bietet als auch aktuelle Entwicklungen der Ex-DDR-Szene aufzeigt. Wir holten den Mann ans Mikro.

 

Hendrik, während andere unserer Landsleute entweder in Ostalgie schwelgen oder mit der Vergangenheit komplett abgeschlossen haben, hast du dich in Arbeit gestürzt und Ostmetal.de aus dem Boden gestampft. Warum?

»Ich hatte mir Anfang der Neunziger einen Kassettensampler mit den besten Ost-Metal-Songs fürs Auto gemacht, aber dann nach und nach leider die Original-Aufnahmen verschlampt. Also suchte ich im Winter 2002/03 im Internet nach Informationen zu Metalbands aus der damaligen Zeit, fand aber nur wenig. Fanseiten über Ostrock im Allgemeinen gab es zuhauf, aber Ost-Metal war scheinbar ausgestorben. Also entschloss ich mich Anfang 2003, eine Homepage über Heavy Metal in der DDR zu machen.«

Wo fängt man da an?

»Bei meinem letzten Umzug im April 2002 fand ich einen Karton voller Fanpost-Briefe und alter Zeitungsartikel von damals. So hatte ich die ersten fundierten Unterlagen und musste mich nicht mehr ausschließlich auf mein Gedächtnis verlassen. Außerdem forschte ich im Internet nach damaligen Musikern, die ich dann per E-Mail anschrieb. Über die Hälfte der Leute...

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