RH #247Interview

SHATTER MESSIAH

Gefallene Helden

Trotz eines eklatanten Mangels an Eigenständigkeit ist auch „God Burns Like Flesh“, das zweite Album des Quintetts aus Ohio, ein Kracher vor dem Herrn. Gesetzt den Fall, man steht auf Nevermore, also auf eine virtuose Melange aus Power-, Thrash-, Death- und Prog-Metal-Elementen mit sirenenartigem Gesang.

Weil SHATTER MESSIAH-Bandleader Curran Murphy (g.) einst bei der Kulttruppe aus Seattle in Lohn und Brot stand, kommen die Gemeinsamkeiten nicht von ungefähr.

»Warrel Dane (Nevermore-Sänger - buf) hat mich vor einigen Monaten aus heiterem Himmel angerufen und sich in unserem zweistündigen Gespräch lobend über unser „Never To Play The Servant“-Debüt geäußert, ohne auf die Parallelen zwischen unseren beiden Gruppen einzugehen. Die drei, vier Jahre bei Nevermore haben auf meinen Stil aber natürlich abgefärbt. Inzwischen höre ich mir ihre neuen Scheiben aus Angst, das eine oder andere Riff unbewusst zu klauen, erst gar nicht mehr an«, gesteht der 33-jährige Studiobesitzer aus der Universitätsstadt Akron (dort konstituierten sich 1935 übrigens auch die Anonymen Alkoholiker!), der in textlicher Hinsicht kein Blatt vor den Mund nimmt. Trotzdem ist der Albumtitel des aktuellen Silberlings nur vordergründig als antireligiöses Statement zu verstehen.

»Es geht in erster Linie um Menschen, die wir bewundern - wie Politiker, Sportler oder religiöse Führer -, und darum, wie wir reagieren, wenn einer von ihnen Mist baut. In der ersten Zeit nach dem 11. September war George W. Bush für...

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