RH #246Lauschangriff

PRIMORDIAL

Freigeister! LAUSCHANGRIFF

Die irischen Black/Pagan-Metaller PRIMORDIAL legten mit dem überragenden, kaum noch zu überbietenden „The Gathering Wilderness“ ihr Debüt für Metal Blade Records und eines der drei stärksten Alben des Jahres 2005 vor. Da kann der Nachfolger ja eigentlich nur ein Schuss in den Ofen sein, oder?

Irrtum! Schon nach dem ersten Durchlauf des neuen PRIMORDIAL-Werkes „To The Nameless Dead“, dem ein zweiter folgt, wird deutlich, dass es die Band um Sänger Alan Nemtheanga unglaublicherweise geschafft hat, einen in jeder Hinsicht gleichwertigen Nachfolger einzuspielen. Die atmosphärische Dichte ist die gleiche wie bei „The Gathering Wilderness“, die Produktion ist etwas transparenter und dynamischer geworden - aber das Songwriting offenbart ein paar originelle Neuerungen: Die an die US-Black-Metal-Legende Weakling erinnernden unmenschlichen Schreie, die über furiosen, schaurig-schönen Melodien thronten (ein Trademark, das PRIMORDIAL auf diversen früheren Alben auszeichnete), sind auf „To The Nameless Dead“ kaum noch zu finden, obwohl gleichzeitig verstärkt Blastbeat-Parts in die schweren, treibenden Midtempo-Walzen einfließen. Alans Gesang präsentiert sich sehr viel stärker und variabler als auf jedem anderen PRIMORDIAL-Album: melodischer, kräftiger, souveräner - aber gleichzeitig auch härter, klagender und schwärzer. Nur die unkontrolliert wütende Weakling-Schlagseite ist dabei in den Hintergrund getreten. PRIMORDIAL sind etwas stärker Richtung HEAVY Metal gegangen, haben den BLACK-Metal-Anteil aber nicht aufgegeben. „To The Nameless Dead“ dürfte daher beide Zielgruppen (total) begeistern! ...

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