RH #244Interview

NILE

Die Welt ist krank

Mit ihrem fünften Langeisen „Ithyphallic“ lassen die US-Todesfrickler NILE einmal mehr das Tal der Könige erbeben und jahrhundertealten Staub von den Decken antiker Grabstätten rieseln. Wir sprachen mit Sänger/Gitarrist Karl Sanders über den Hang zur Perfektion, altertümliche Musik und neuzeitliche Irre.

Karl, vergleiche bitte „Ithyphallic“ mit eurem letzten Album „Annihilation Of The Wicked“!

»Wir hatten auf jeden Fall noch nie eine derart klare Produktion wie auf „Ithyphallic“. Dabei ist das Team im Prinzip dasselbe geblieben wie damals bei „Annihilation Of The Wicked“. Neil Kernon als Produzent sowie Dallas Toler-Wade, George Kollias und ich als Musiker. Ich denke, wir haben diesmal die Früchte dessen geerntet, was wir seinerzeit mit „Annihilation Of The Wicked“ gesät haben. Mann, diesmal kann man wirklich jedes winzige Detail hören!«, freut sich der bullige Sympathiebolzen. »Bei früheren Platten war es für uns als Musiker oft ein ziemlicher Kampf, weil der Produktion immer noch das letzte Quäntchen Perfektion fehlte. Wenn ich irgendwelche Drumfills, Gitarrenleads oder auch Gesangsparts auf der fertigen Platte nicht mehr heraushören konnte, brach es mir stets das Herz.«

Besonders die doomigen Slow-Parts stechen auf der neuen Platte mehr denn je hervor. Habt ihr diesmal wesentlich mehr davon eingebaut, oder rührt der Eindruck eher daher, dass die Platte insgesamt dynamischer klingt?

»Letzteres. Dadurch, dass es auf „Ithyphallic“ sehr viele unterschiedliche Tempi von...

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