RH #243Interview

NOCTURNO CULTO

Halma statt Hölle

Es ist nicht leicht, in Worte zu fassen, was Darkthrones Ted Skjellum alias NOCTURNO CULTO auf seiner aktuellen DVD „Nocturno Culto´s The Misanthrope - The Existence Of Solitude And Chaos“ treibt. Das Ding pendelt irgendwo zwischen Experimental-Film, ´ner Reportage über skurrile norwegische Landeier und ein bisschen Darkthrone-Gedröhn, ist von der Attitüde mehr Black Metal als das Kasperletheater vieler Kollegen, aber vielleicht genau deshalb schwer verdaulich.

»Ich komme gerade vom Eisfischen«, plauscht der Mittdreißiger ins Telefon. »Es war exakt, wie ich es auch auf der DVD zeige. Man liegt eigentlich bloß rum. Aufregend ist es nur, wenn tatsächlich mal ein Fisch anbeißt. Allerdings sind die Viecher hier äußerst launisch. Manchmal ignorieren sie mich völlig. Heute war jedenfalls kein allzu erfolgreicher Tag.«

Angeln passt zu deinem Image, ein äußerst ruhebedürftiger Zeitgenosse zu sein.

»Das stimmt. Ich suche mir immer einen besonders einsamen Platz, an dem außer mir niemand ist. Ich bin sehr gern allein.«

Du bist also das Gegenstück zu deinem Darkthrone-Kollegen Fenriz, der ja gern das Party-Tier raushängen lässt.

»Wir mögen es beide, uns zurückzuziehen. Das machen wir aber auf verschiedene Arten. Ich hasse es jedenfalls, Aufmerksamkeit zu erregen. Deshalb wundern sich manche Menschen, warum ich „The Misanthrope“ überhaupt gedreht habe. Aber es war ´ne reine Spaßsache. Ich versuche halt, auch abseits der Band kreativ zu bleiben. In dem Film stecken vier Jahre meines...

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