RH #242Krach von der Basis

EVOCATION

Die zweite Chance - Krach von der Basis

Die aus dem südschwedischen Städtchen Borås stammenden EVOCATION dürften eines der am besten gehüteten Geheimnisse der frühen Death-Metal-Historie sein. Denn obwohl die Szene Anfang der neunziger Jahre förmlich explodierte und im Fahrwasser von Bands wie Entombed, Unleashed oder Dismember schwedische Todesblei-Combos quasi im Sekundentakt gesignt wurden, blieb die Truppe ohne Deal und brach 1993 auseinander.

Die Startbedingungen von EVOCATION waren mit einem 1992 von keinem Geringeren als der heutigen Produzentenlegende Tomas Skogsberg im Sunlight-Studio produzierten Vier-Track-Demo alles andere als schlecht.

»Wir hatten sogar Anfragen von Plattenfirmen«, erinnert sich Sänger Thomas Josefsson. »Die wollten allerdings erst mal neues Material hören. Und wir befanden uns zu der Zeit in einer Phase, in der wir uns uneinig über die künftige musikalische Marschroute waren. Irgendwie kamen wir auf keinen gemeinsamen Nenner mehr, der Spaß war weg, und alles artete in ermüdende Arbeit aus.«

»Im Nachhinein sehr schade«, bedauert Gitarrist Marko Palmen. »Schließlich waren seinerzeit renommierte Labels wie Roadrunner, Osmose, Black Mark oder No Fashion an uns interessiert. Aber wir wurden uns einfach nicht über die Musik einig und gingen schließlich getrennte Wege.«

»Ich selbst bin dann als Basser bei Cemetary eingestiegen und habe auch bei ein paar lokalen Projekten mitgewirkt«, beschreibt Thomas die Zeit nach dem Split. »1997 habe ich dann irgendwann ganz aufgehört, aktiv Musik zu...

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