RH #240Interview

PORCUPINE TREE

Einsatz in vier Wänden

„Fear Of A Blank Planet“, das neue Album der New-Artrock-Vorreiter PORCUPINE TREE, ist ein schwer zu schluckender Brocken: ein Konzeptwerk, so düster, wie man es von den Engländern noch nie zuvor gehört hat. Aber „Fear Of A Blank Planet“ ist noch viel mehr: ein eigener Kosmos, ein gesellschaftliches Statement, musikalisch besonders wertvoll und kaum zu übertreffen. Steven Wilson - Sänger, Gitarrist, Keyboarder, Songwriter, Texter und Produzent in Personalunion - bringt ein wenig Licht ins Dunkel.

Steven, was ist „Fear Of A Blank Planet“?

»Vor gut einem Jahr habe ich „Lunar Park“ von Bret Easton Ellis gelesen, ein Buch, das unsere Welt widerspiegelt. Eine Welt, bestehend aus Tabletten, Eskapismus, Sex, MTV und dem Rumhängen in Shopping-Malls. Dieser Roman hat den Anstoß für „Fear Of A Blank Planet“ gegeben. Dazu kommt, dass ich mich nach vielen Gesprächen, auch mit Journalisten, mit den heutigen Hörgewohnheiten in Sachen Musik auseinander gesetzt habe. Mir wurde bewusst, dass sich die Art, Musik zu hören, in den letzten Jahren deutlich verändert hat. Vor allem - aber nicht nur - bei jüngeren Leuten. Ich sah, welchen Einfluss die Download-Kultur, iPods und das Internet auf die Kunstform Musik haben. Ich dachte zurück an die Achtziger, als ich musikalisch sozialisiert wurde, auch mit vielen Platten aus den Sechzigern und Siebzigern, und es war nicht schwierig, zu erkennen, dass solche Alben nicht mehr gemacht werden. Die Aufmerksamkeitsspanne ist heutzutage zu gering, die...

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