RH #238Krach von der Basis

EVENTIDE

Verschollen in der Wichskabine - Krach von der Basis

Dass die Stockholmer EVENTIDE auf ihrem Debütalbum „Diaries From The Gallows“ mit atmosphärischem, leicht progressiv angehauchtem Melodic-Death-Metal glänzen, ist für eine schwedische Band keine Überraschung. Dass diese talentierte Truppe aber seit 1998 mehr oder weniger unentdeckt geblieben ist, schon. Drummer Max Seppälä und Gitarrist Jacob Magnusson klären auf.

»Nach unseren ersten beiden Demos haben wir eine längere Pause eingelegt. Denn als sich damals kein Plattenlabel fand, überredete uns ein Manager, auf Pubrock umzuschwenken. In der Zeit haben wir einiges über Songwriting gelernt. Als die Nachfrage nach unseren alten Demos aber nicht nachließ, haben wir uns schließlich 2005 wieder zusammengetan.«

...und mit „Diaries From The Gallows“ ein Album veröffentlicht, dass vom Klangbild her an eine Mischung aus Dark Tranquillity und Evergrey erinnert und mit ausgereiften, durchkomponierten Stücken glänzt.

Max: »Richtig, denn wir sind in erster Linie Songwriter und keine Haudrauf-Metaller. Bei uns steht der Song im Mittelpunkt. Wir nehmen uns als Musiker auch mal zurück und lassen zum Beispiel komplizierte Drumfills weg, wenn sie nicht wirklich passen. Des Weiteren ist uns die Atmosphäre sehr wichtig. Wir reihen nicht einfach Riff an Riff, sondern wollen einen Vibe kreieren. Diese düstere, melancholische Stimmung drückt sich übrigens auch in unserem Bandnamen EVENTIDE klar aus.«

Und diesen hat die Band den Lyrics eines alten Dark-Tranquillity-Songs entlehnt.

»Dark...

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