RH #238Interview

MORTIIS

Ork knallt Elfe

Die Black-Metal-Szene bringt immer wieder lustige Gesellen hervor. Einer von ihnen heißt Håvard Ellefsen, nennt sich MORTIIS und war in grauer Vorzeit Bassist bei Emperor. Doch irgendwas ging schief. Der Norweger verschwand, entledigte sich seiner menschlichen Existenz (wofür er sich genreunüblich nicht mal umbringen musste) und erschien plötzlich als seltsamer Goblin zurück auf der Bildfläche - inklusive wundersam mutierter Riesenlöffel und einer monströsen Riechgurke.

Herr MORTIIS schwor kernigem Schwarzgewurzel ab und begann, auf einem Keyboard waldschratige Mucke zu klimpern. Er nannte das Zeug „Dark Dungeon Music“. Weniger begeisterte Zeitgenossen sprachen eher von infantilem Mist. MORTIIS experimentierte mit Flöten (zum Glück nur kurzzeitig) und GastsängerInnen (darunter die dicke Sarah Jezebel Deva, die auch bei Cradle Of Filth gern mal neben der Spur trällert). Doch Ende der Neunziger wurde aus dem Projekt eine echt hörenswerte Band, die sich inzwischen bei klassischem Dark Wave mit Industrial-Kante eingependelt hat. Die letzten Alben „The Smell Of Rain“ und „The Grudge“ haben durchaus ihre Reize, auch wenn man hier Metal nur mit sehr viel Wohlwollen raushört. Das ändert aber nix daran, dass Herr Ellefsen eine Menge zu erzählen hat.

 

»Rock Hard ist doch das Magazin, das nie mit mir reden wollte und mich total kacke findet«, grinst der 31-Jährige zur Begrüßung.

Kein Wunder, denn du erzählst immerhin seit anderthalb Jahrzehnten, dass dich Metal langweilt und du...

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