RH #237Interview

TRISTANIA

Insekten im Glück

Während die norwegische Gothic-Metal-KollegInnenschaft nur allzu gern in purer Langeweile versinkt oder sich einfach auflöst, sitzen TRISTANIA in einer Lauerposition und schleichen sich auch ohne großartige Innovationen Schritt für Schritt gen Genrespitze, wie sie mit „Illumination“ nochmals unterstreichen.

Østen Bergøy ist bei den je nach Lust und Laune der Mitglieder zwischen Sextett- und Oktettstärke wechselnden NordländerInnen für die Clean-Vocals zuständig und sich durchaus bewusst, dass sein Vorname hier zu Lande ein leichtes Grinsen verursacht.

»Das weiß ich«, lacht der etwas reserviert wirkende Sympath. »Auf Norwegisch hat er nämlich die gleiche Bedeutung wie im Deutschen. Østen ist die alte Form von Øystein. In meiner Familie sind solche Namen Tradition.«

Eine weniger schicke Tradition ist, dass man bei den meisten Gothic-Metal-Bands Originalität mit ´ner Lupe suchen muss. „Illumination“ zeigt auch TRISTANIA auf bekannten Pfaden. Auffällig ist jedoch, dass die Songs basischer und weniger bombastisch arrangiert sind und sich z.B. im Opener ´Mercyside´ speziell Østens Mikrokollegin Vibeke Stene sehr ungotisch und schon fast sperrig präsentiert.

»Wir möchten nur ungern in einer Schublade mit anderen Gothic-Acts landen. Am Anfang des Albums sollte ein Stück mit extremen Vocals stehen, das man in dieser Art nicht unbedingt von uns erwartet. Aber auch sonst passiert auf dieser Platte im Gesangsbereich mehr als früher. Das liegt zum Teil an unserem Produzenten, der einen...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen