RH #236Interview

BORN FROM PAIN

Emo is´ nich´!

BORN FROM PAINs neues Meisterwerk „War“ ist das beste Metalcore-Album 2006 - falls man das Geballer überhaupt Metalcore nennen darf. Denn die seit zehn Jahren aktive holländisch-deutsch-englische Zusammenrottung ist eher ein Bastard aus Hatebreed-Punch und einer oberamtlichen Bolt-Thrower-Walze als die x-te gesichtslose Bubi-Kapelle, die auf eBay ein At-The-Gates-Album abgegriffen hat und sich jetzt plötzlich „very Metal“ gibt.

»Uns mit Hatebreed und Bolt Thrower zu vergleichen, ist ein großes Kompliment. Wir sind eine metallische Hardcore-Band, deshalb landen wir schnell in der Metalcore-Schublade. Wir wollen mit der Szene aber nix zu tun haben. Wir stehen eher auf alten Thrash- und Death Metal. Wir walzen lieber alles platt, als diesen melodiösen Göteborg-Kram einzubauen. Metalcore ist inzwischen total selbstzerstörerisch. Es gibt dort viel zu viel Schrott. Was soll außerdem der Begriff Metalcore, wenn überhaupt kein Core mehr drin ist? Das war bei Bands wie Merauder oder Earth Crisis früher ganz anders.«

BORN FROM PAIN-Bassist Rob Franssen ist definitiv Metal. Er ist zum Interview in einem schicken Agent-Steel-Shirt erschienen und gibt als seinen größten Helden Iron Maidens Tieftöner Steve Harris an.

»Harris ist aber kein Einfluss als Bassist, sondern als Mastermind einer Band. Er hat jahrelang gegen viele Widrigkeiten gekämpft und nie aufgegeben«, erklärt der 34-jährige Holländer mit Essener Wohnsitz in nahezu fehlerfreiem Deutsch.

Rob sitzt im Backstage-Bereich des...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen